Währungsswaps sollen den britischen Kredithäusern helfen

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05. März 2019
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Hans Bentzien

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England (BoE) aktivieren ihre Vereinbarung über Währungsswaps, um den britischen Banken für den Fall eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens ausreichend Euro-Liquidität bieten zu können.

Nach Angaben der EZB stellt dieser Schritt eine vorausschauende Maßnahme der BoE dar, um das Funktionieren der Märkte sicherzustellen, die Unternehmen und Haushalte versorgen. Die EZB erhält bei dem Währungsswap im Gegenzug Britische Pfund, die sie an Banken des Euroraums verleihen kann.

Die BoE teilte mit, dass sie den britischen Banken ab 13. März bis auf weiteres wöchentlich jeden Mittwoch Euro-Liquidität anbieten wolle. Der für das aktuelle Repo-Geschäft geltende Zinssatz soll am Morgen des jeweiligen Tages um 9.45 Uhr mitgeteilt werden, das Ergebnis wird um 10.45 Uhr oder so schnell wie möglich veröffentlicht. Für den Fall eines ungeregelten Brexits sei mit einer erhöhten Marktvolatilität zu rechnen, allerdings dürfte das britische Bankensystem den Brexit-Schock aushalten, teilte die BoE mit.

Die Swap-Vereinbarung von EZB und BoE ist Teil eines größeren Agreements, das auch die Bank of Canada, the Bank of Japan, die Federal Reserve, und die Schweizerische Nationalbank umfasst. Es wurde 2013 abgeschlossen. (DJN)

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